Die Pflegeversicherung gehört zur gesetzlichen Sozialversicherung in Deutschland und sichert das Ri­siko der Pflegebedürftigkeit ab.

Die Pflegepflichtversicherung wurde 1995 in Deutschland eingeführt. Es gilt der Grundsatz, dass die Pflegeversicherung der Krankenversicherung folgt. Gesetzlich Krankenversicherte sind dort auch Mit­glied der Pflegekasse, privat Krankenversicherte sichern das Pflegerisiko bei ihrem Krankenversiche­rungsunternehmen ab.

Die soziale Pflegeversicherung ist im Elften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XI) geregelt. Die Hilfen der Pflegeversicherung wurden zum 01.01.2017 von bisher drei „Stufen der Pflegebedürftigkeit“ durch nunmehr fünf "Pflegegrade" ersetzt.

Die Pflegeversicherung lässt durch den Medizinischen Dienst, durch Medicproof oder andere unabhängige Gut­achter feststellen ob Pflegebedürftigkeit vorliegt und gegebenenfalls welcher Pflegegrad.

Pflegebedürftig ist, wer eine körperliche, geistige oder psychische Behinderung oder eine gesundheitliche Belastung nicht selbständig kompensieren kann. Die Pflegebedürftigkeit muss voraussichtlich auf Dauer, mindetens für 6 Monate, bestehen.

Die Schwere der Pflegebedürftigkeit wird in sechs Kategorien eingeordnet, die - in unterschiedlicher Gewichtung - in die Pflegegrade einfliessen.

- Mobilität (10 Prozent)
- Kognitive und kommunikative Fähigkeiten sowie Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (15 Prozent)
- Selbstversorgung (40 Prozent)
- Bewältigung krankheitsbedingter Anforderungen (20 Prozent)
- Gestaltung des Alltagslebens (15 Prozent)

Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit ergibt sich folgende Aufteilung nach Pflegegraden:

  • PG 1 bei 12,5 bis unter 27 Punkten
  • PG 2 bei 27,0 bis 47,5 Punkten
  • PG 3 bei 47,5 bis unter 70 Punkten
  • PG 4 bei 70,0 bis unter 90 Punkten
  • PG 5 bei 90,0 und mehr Punkten

Bei den Leistungen unterscheidet  man zwischen ambulanten sowie teil- und vollstationären Leistun­gen; außerdem zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistungen oder auch einer Kombination dieser Leistungen.

Dazu kommen noch Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, Pflegekurse für Angehörige, die Entrichtung von Rentenversicherungsbeiträgen für Pflegepersonen, Pflegehilfsmittel und Maßnahmen zur Woh­numfeldverbesserung.

Zu allen Fragen der sozialen Pflegeversicherung stehe ich Ihnen beratend und unterstützend zur Ver­fügung. Rufen Sie mich einfach an!

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