Rechtsgrundlage für das Schwerbehindertenrecht ist das Neunte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB IX). Hier sind besondere Regelungen zur Teilhabe behinderter Menschen enthalten.

Durch das Schwerbehindertenrecht soll die Benachteiligung von behinderten Menschen vermieden werden. Die Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft soll ge­fördert werden.

Eine Behinderung liegt vor, wenn Funktionsstörungen der körperlichen und geistigen Fähigkeiten o­der der psychischen Gesundheit für einen Zeitraum von voraussichtlich mehr als 6 Monaten vorlie­gen.

Das Ausmaß der Behinderung wird – als Grad der Behinderung (GdB) - vom zuständigen Versorgungs­amt auf Antrag festgestellt und in Zehnerschritten von 20 bis 100 bemessen.

Ab einem GdB von 50 liegt Schwerbehinderung vor. Sie berechtigt zur Ausstellung eines Schwerbe­hindertenausweises. Er dient zum Nachweis der Behinderung gegenüber Behörden, Arbeitgebern usw.

Schwerbehinderte Menschen  genießen besonderen Schutz und Förderung im Arbeitsleben. So be­steht zum Beispiel ein besonderer Kündigungsschutz und Anspruch auf Sonderurlaub.

Schließlich können schwerbehinderte Menschen eine besondere Altersrente in Anspruch nehmen, wenn sie bei Beginn der Rente als schwerbehindert anerkannt sind, eine Wartezeit von 35 Jahren zu­rückgelegt haben und die für sie maßgebliche Altersgrenze erreicht haben.

Abhängig vom Grad der Behinderung können auch steuerliche Vorteile (z. B. Pauschbeträge ab einem GdB von 30) geltend gemacht werden.

Personen mit eine GdB von weniger als 50 aber mindestens 30 können auf Antrag einem schwerbe­hinderten Menschen gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstel­lung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können. Die Gleichstellung ist bei der für den Wohnort zuständigen Agentur für Arbeit zu beantragen.

Gleichgestellte behinderte Menschen haben allerdings keinen Anspruch auf die besondere Alters­rente für scherbehinderte Menschen.

Gerne unterstütze ich Sie bei der Antragstellung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegenüber dem zuständigen Versorgungsamt. Ich freue mich über Ihren Anruf!

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