Frau bleibt trotz schwerer Mißhandlung

Kein Anspruch auf Opferentschädigung, wenn eine Frau in einer Beziehung bleibt, bei der sie schweren Misshandlungen ausgesetzt ist

Eine Frau, die in einer Beziehung verbleibt, die mit einer dauernden Gefahrenlage verbun­den ist, in der sie stets mit schweren Misshandlungen rechnen muss und aus der sie sich selbst hätte befreien können, kann im Falle einer Körperverletzung keine staatliche Entschä­digung beanspruchen.

Ein solches Verhalten ist als leichtfertige Selbstgefährdung anzuse­hen, so dass eine Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz unbillig wäre. Dies gilt jedenfalls dann, wenn das Opfer zur Tatzeit bereits seit mehreren Monaten wiederholt tätlichen Angriffen durch den Täter ausgesetzt gewesen war und wiederholt damit bedroht wurde, sie würde umgebracht und an einem unbekannten Ort versteckt.

(LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 26.02.2009, L 11 VG 38/08)

Brauchen Sie Unterstützung um Ansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) geltend zu machen oder durchzusetzen? Dann rufen Sie mich an. Ich helfe Ihnen gerne!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen