Voraussetzungen und Leistungen

Der Begriff "Pflegestufe 0" hat bereits Einzug in die Alltagssprache gehalten. Aber was bedeutet er eigentlich und welche Leistungen ergeben sich daraus?

Zwei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Es wurde eine eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt und es besteht ein Hilfebedarf in der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität), der unterhalb Pflegestufe 1 liegt (mindestens 46 Minuten pro Tag).

Zur eingeschränkten Alltagskompetenz gibt es keine Begriffsdefinition. Die Mehrzahl der Fälle betrifft Menschen mit einer demenziellen Entwicklung. Aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen oder mit einer geistigen Behinderung können betroffen sein.

Werden häufig Termine vergessen? Zeigt sich Hilflosigkeit in der Organisation des Tages oder fehlt der Antrieb, alltägliche Dinge zu tun? War der Betroffene immer aufgeschlossen, traf sich gerne mit anderen Menschen und zieht sich jetzt immer weiter zurück?

In diesen Fällen lässt die Selbständigkeit und Unabhängigkeit nach. Es entsteht ein Bedarf an Beaufsichtigung, Organisation und Anleitung durch andere Menschen.

Mehren sich diese ersten Anzeichen, kann ein Antrag bei der Pflegekasse auf Pflegestufe 0 gestellt werden. Eine endgültige  Beurteilung der Alltagskompetenz nimmt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) vor.

Der Leistungsanspruch umfasst zusätzliche Betreuungsleistungen, Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Verhinderungspflege, Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen.

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