Rentenfreibetrag bleibt statisch

Seit dem 01.01.2005 sind Renten steuerpflichtiges Einkommen. Der Einstieg in die so genannte nachgelagerte Besteuerung erfolgte für alle zu diesem Zeitpunkt bereits laufend gezahlten Renten mit einem Besteuerungssatz von 50 Prozent.

Dieser Steuersatz wird stufenweise erhöht. Die steuerliche Behandlung richtet sich nach dem Kalenderjahr in dem die Rente beginnt. Für Neurenten ab dem Jahr 2016 beträgt der Steuersatz bereits 72 Prozent.

Der Teil der Rente, der nicht versteuert werden muss, nennt sich "Rentenfreibetrag." Es handelt sich dabei  um einen festen Eurobetrag, der – trotz Rentensteigerungen aufgrund von Rentenanpassungen – unverändert bleibt.

Wer also im Jahr 2016 mit einer monatlichen Bruttorente von 1.500 EUR in Rente geht, erhält einen "Rentenfreibetrag" von 5.040 EUR (1.500 x 12 x 28 Prozent) jährlich.

Der steuerpflichtige Betrag in Höhe von 12.960 EUR (1.500 x 12 x 72 Prozent) steigt durch künftige Rentenanpassungen. Der "Rentenfreibetrag" hingegen bleibt unverändert.

Der Besteuerungssatz steigt für die hinzukommenden Neurentner bis zum Jahr 2020 um jährlich 2 Prozentpunkte, auf dann 80 Prozent der jährlichen Bruttorente. Danach flacht die Steigerungsrate auf jährlich einen Prozentpunkt ab und erreicht im Jahr 2040 die 100 Prozent-Marke.

Ob Sie tatsächlich Steuern zu entrichten haben, hängt von Ihrer Gesamtsteuersituation ab. Lassen Sie sich deshalb von Ihrem Finanzamt, von einem Steuerberater oder vom Steuerhilfeverein beraten.

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