Corona und Rentenberatung

 

Liebe Mandantinnen und Mandanten,

gerne hätte ich Ihnen zu dieser Zeit und an diesem Ort andere (fachliche) Informationen bereitgestellt und Sie auf Tipps und Verhaltensweisen aufmerksam gemacht, die Ihnen bei beruflichen und privaten Themen helfen können. Hiermit meine ich zu großen Teilen das Thema wirtschaftliche Sicherung bei Ehescheidung und im Alter.

Leider ist es anders gekommen und wir stecken heute mitten im größten gesundheitlichen Problem, das unser Land bisher getroffen hat. Es gilt jetzt, die schon weit fortgeschrittenen Beeinträchtigungen mit dem „Corona-Virus“ zu meistern.

Dabei sind wir alle gefordert, müssen wir alle mithelfen. Gerade auch bei uns Rentenberaterinnen und Rentenberatern, die wir mit vielen Menschen in Kontakt kommen, die aus gesundheitlichen und Altersgründen zu sogenannten Risiko-Gruppen gehören, haben wir eine hohe Verantwortung zu übernehmen. Natürlich gilt das auch für alle anderen Menschen, die unseren Rat und unsere Unterstützung benötigen.

Ich prüfe deshalb in jedem Einzelfall die Möglichkeit der telefonischen Beratung, um mitzuhelfen die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. In vielen Fällen wird das – mit Ihrer Hilfe – auch möglich sein. Auf jeden Fall läuft der Kanzleibetrieb weiter, wenn auch auf etwas kleinerer Flamme.

In den wenigen Fällen, in denen der persönliche Kontakt nicht zu vermeiden ist, werde ich versuchen durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Besondere Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen stehen dabei ganz oben.

Ich hoffe, dass Sie dafür Verständnis haben und freue mich, wenn Sie auch in „Notzeiten“ weiterhin auf meine Beratungsdienstleistung im Bereich Versorgungsausgleich bei Ehescheidung vertrauen würden.

Ihr Rentenberater

Bernd Agel

Nach dem zum 1. September 2009 in Kraft getretenen „Gesetz über den Versorgungsausgleich“ ab­gekürzt VersAusglG, werden die Ansprüche aus allen Altersanwartschaften (Renten) schon bei der Scheidung geteilt.

Jeder Ex-Partner bekommt sein eigenes Konto bei der gesetzlichen oder privaten Rentenversiche­rung, bei einer betrieblichen Altersversorgung (Z.B. Pensions- oder Unterstützungskasse), in der Be­amtenpension, bei einem berufsständischen Versorgungswerk (z.B. Architektenkammer) oder für die Riester- und Rürup-Renten.

weiterlesen...

Das "tierische" Urteil des LSG Hessen

Das Landessozialgericht Hessen verhandelte am 20.04.2018 den Fall eines Versicherten der seit Juni 2010 eine volle Erwerbsminderungsrente bezog.
 
Ab 2009 erzielte er auch Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft in Höhe von 3.600 EUR p.a. - rentenunschädlich also.

Im Jahr 2012 übertrug er einen Rinderstall aus seinem Betriebs- in sein Privatvermögen, wodurch Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft im Einkommensteuerbescheid für 2012 von rund 8.000 EUR ausgewiesen wurden.

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) kürzte daraufhin die Vollrente auf eine 3/4-Rente und forderte rund 1.000 EUR von ihrem Versicherten zurück. Sie sah die erzielten Einkünfte als Arbeitseinkommen bzw. vergleichbare Einnahmen an.

Die dagegen gerichtete Klage des Rentners vor dem Sozialgericht und dem LSG in Hessen blieb erfolglos. Die Zahlung der Erwerbsminderungsrente sei von erzieltem Hinzuverdienst abhängig. Zugrunde gelegt würden grundsätzlich auch Gewinne aus einer selbständigen Tätigkeit. Es spiele dabei keine Rolle, ob der Versicherte die Einnahmen durch die eigene Arbeitskraft erzielt habe oder nicht.

Die Hinzuverdienstgrenze des Jahres 2012 sei überschritten gewesen und somit eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten. Die DRV habe deshalb den ursprünglichen Rentenbescheid aufheben und die überzahlte Rente zurückfordern dürfen.

(Quelle: LSG Hessen, Urteil v. 20.04.2018, Az.: L 5 R 256/16)

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.